Duden - Das Lexikon der Vornamen
Oskar
(selten auch:) Oscar: aus der Ossian-Dichtung des Schotten James Macpherson übernommener männl. Vorn., der auf den wahrscheinlich von den Dänen nach Irland gebrachten Namen Osgar (zu altisländ. as »Gottheit« + altisländ. geirr »Speer«) zurückgeht. (Dem Namen entspricht deutsch Ansgar). »Oskar« wurde ? wie auch die weiblichen Vornamen Selma und Malwine ? Ende des 18.Jh.s durch die Ossian-Dichtung in Deutschland bekannt. Volkstümlich wurde der Name aber erst Ende des 19.Jh.s unter schwedischem Einfluss. In Schweden hatte »Oskar« als Königsname große Beliebtheit erlangt, nachdem der Sohn von Bernadotte 1844 als Oskar I. König von Schweden geworden war. Den Namen hatte ihm sein Pate Napoleon aus Begeisterung für die Ossian-Dichtung gegeben. Eine Operngestalt ist der Page Oskar in Verdis Oper »Ein Maskenball« (1859). Eine literarische Gestalt ist der Oskar Matzerath in Günter Grass?; Roman »Die Blechtrommel«. Bekannte Namensträger: Oscar Wilde, englischer Dichter (19.Jh.); Oscar Straus, österreichischer Operettenkomponist (19./20.Jh.); Oskar Loerke, deutscher Dichter (19./20.Jh.); Oskar Kokoschka, österreichischer Maler (19./20.Jh.); Oskar Maria Graf, deutscher Schriftsteller (19./ 20.Jh.); Oskar Schlemmer, deutscher Maler und Bildhauer (19./20.Jh.).
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