Redensarten Lexikon
Konzept
Aus dem Konzept kommen (geraten): bezieht sich auf jemanden, der seine Rede schriftlich aufgesetzt (konzipiert) hat, um sich beim Vortrag darauf zu stützen; die Redensart, die seit dem 17. Jahrhundert gebräuchlich ist, bedeutet also zunächst ganz konkret: das schriftliche Redekonzept verlieren und deswegen in der Rede steckenbleiben, später dann allgemein: ›Den Faden verlieren‹, verwirrt werden, Faden. Wenn dies durch das Verschulden eines anderen Menschen geschieht, dann gebraucht man die Redensart in transitiver Form: Jemanden aus dem Konzept bringen (vgl. ›Jemanden aus der Fassung bringen‹) oder Jemandem das Konzept verderben (vermasseln) und auch Jemandem ins Konzept pfuschen. In Schillers ›Räubern‹ (II,3) heißt es: »Du verdirbst ihm ja das Konzept – er hat seine Predigt so brav auswendig gelernt«.    Ähnlich Sich nicht aus dem Konzept bringen lassen: standfest und selbstsicher sein; Nicht ins Konzept passen: untauglich sein meist gebraucht in der Form ›Das paßt mir (ihm, ihr) nicht ins Konzept‹: das kommt ungelegen, paßt nicht zu den Überlegungen, Planungen, Vorhaben.
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