Redensarten Lexikon
Höhe
Das ist (ja) die Höhe!: das ist unerhört, kaum noch zu überbieten, ganz unverständlich. Die Redensart ist wohl verkürzt aus älterem ›Das ist die rechte Höhe‹ (so noch bei Schiller ›Kabale und Liebe‹ I,1) und bezieht sich auf das Messen und Einpassen, wobei das rechte Maß verfehlt wurde; vgl. französisch ›C' est le comble‹ (wörtlich: Das ist das Höchste). Heute meist ironisch gebraucht; studentensprachlich, mit einem Wortspiel ins Mathematische, auch Das ist die Höhe h.    Auf der Höhe sein: mit den neuesten Errungenschaften (wissenschaftlichen Erkenntnissen usw.) vertraut sein; mit den anderen mithalten können. Nicht auf der Höhe sein: abgespannt, mißgestimmt, nicht voll leistungsfähig sein, kränkeln, heute statt dessen meist: ›(nicht) in Form sein‹.

• E. DAMKÖHLER: ›Das ist die rechte Höhe‹, in: Zeitschrift für den deutschen Unterricht 11 (1897), S. 740-742; H. MENGES: ›Das ist die rechte Höhe‹, in: Zeitschrift für den deutschen Unterricht 12 (1898), S. 424-425.
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