Redensarten Lexikon
Blöße
eine unbekleidete Stelle des Körpers; so gebraucht in der Wendung Seine Blöße bedecken, In Frost und Blöße (bei Luther). In der Fechtersprache bedeutet Blöße den unbeschützten, der Klinge des Gegners preisgegebenen Teil des Leibes; daher die Redensart Sich eine Blöße geben: einen Fehler machen, eine Schwäche verraten; eigentlich: die Deckung aufgeben und sich dadurch dem Angriff des Gegners aussetzen; so z.B. bei Zachariae in ›Der Renommiste‹ (1744), 6, 144; »indessen sieht Sylvan, daß Raufbold Blöße gibt«. Grimm (Deutsches Wörterbuch II, 150) verzeichnet außerdem noch die Redensarten: Einem nach der Blöße stoßen und Einem in die Blöße fallen: in die Seite, die unbeschützt ist. Seine Blöße nicht verbergen können: seinem Gegner die Schwäche (mangelnde Bildung, schlechte Eigenschaften oder Schuld) wider Willen verraten.
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