Deutsche Idiomatik
Waffe
jn. mit der Waffe in der Hand antreffen/. . . form\
. . . Du weißt doch ganz genau, Oskar, daß es verboten ist, eine Pistole bei sich zu führen! Wenn die Polizei dich hier mit einer Waffe in der Hand erwischt, hast du ein Verfahren am Hals.
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mit der Waffe in der Hand kämpfen/. . . path
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Es ist doch ein Unterschied, ob man auf irgendeinen Knopf drückt und damit in ein paar tausend Kilometern Entfernung irgendeine
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Zerstörung provoziert oder ob man mit der Waffe in der Hand kämpft! – Du meinst, da braucht man mehr Mut?
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zu den Waffen eilen path veraltend
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Als der erste Weltkrieg ausbrach, eilten die Männer in Scharen zu den Waffen; im zweiten Weltkrieg wurden die meisten Leute nur widerwillig Soldat.
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(keine) Waffen bei sich führen form
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Während es in Europa streng verboten ist, ohne besondere Genehmigung Waffen bei sich zu führen, laufen in Amerika alle möglichen Leute mit einem Revolver herum.
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zu den Waffen greifen path
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Hoffen wir, daß die europäischen Völker nicht noch einmal zu den Waffen greifen, um Mißverständnisse und Feindseligkeiten durch einen Krieg zu klären . . .
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unter (den) Waffen halten form
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Wieviel Leute hält die Bundesrepublik zur Zeit unter Waffen? – Ist die Armee nicht 500.000 Mann stark?
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die Waffen aus der Hand geben
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Mit Anstand ist gegen den Schröder nichts zu machen; der kennt nur Macht. – Eben! Deshalb hätte der Richard die Unterlagen, aus denen eindeutig hervorgeht, daß der Schröder Geld unterschlagen hat, fürs erste behalten müssen. Jetzt hat er die Waffen aus der Hand gegeben; jetzt kann er nichts mehr machen.
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mit geistigen Waffen kämpfen
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Statt sich zu schlagen, handgreiflich zu werden, Kriege zu führen, sollten die Menschen mit geistigen Waffen kämpfen – die Wahrheit ihrer Anschauungen und Argumente durch Überzeugungskraft unter Beweis stellen! – Das sind fromme Wünsche, Heinz.
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mit den Waffen klirren ugs selten – mit dem Säbel rasseln
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die Waffen nieder! hist selten
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Weißt du, wann der Ausdruck »die Waffen nieder« aufgekommen ist? – Nein. Der könnte ewig sein. Denn Kriege gab’s immer und die Aufforderung, die Waffen niederzulegen, auch.
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die Waffen niederlegen – (eher:) die Waffen strecken (1) jn. zu den Waffen rufen path veraltend selten – jn. zu den
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Fahnen rufen
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die Waffen ruhen lassen form
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. . . Es heißt zwar, alle kriegführenden Parteien hätten sich auf einen Waffenstillstand verständigt und wollten ab Sonntag die Waffen ruhen lassen; aber es kann noch keiner so richtig daran glauben . . .
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jn. mit seinen eigenen Waffen schlagen
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Sagt der Herr Kröder nicht immer, was zählt, ist die Unterschrift – ganz gleich, ob man gelesen hat oder nicht, was man unterschreibt? Jetzt hat er selbst in seinem neuen Vertrag mit der Firma eine Klausel unterschrieben, deren Tragweite er vorher nicht gesehen hat. Jetzt kann ihn der Chef doch mit seinen eigenen Waffen schlagen . . .
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die Waffen schweigen form
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. . . Hoffen wir, daß es endlich zu einem dauerhaften Frieden kommt!
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– Na, seit einer Woche schweigen ja wenigstens schon mal die Waffen. Nach sechs Jahren ununterbrochener Kämpfe . . . – Du hast Recht, Richard. . . . Aber es hat halt alle Welt Angst, daß die Kämpfe wieder losgehen . . .
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unter (den) Waffen stehen/(sein) form selten
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. . . Wieviel Soldaten stehen denn zur Zeit bei euch unter Waffen? – Ich glaube, unsere Armee ist 500.000 Mann stark.
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die Waffen strecken
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1. . . . Erst als die Feinde von allen Seiten auf die Hauptstadt zumarschierten, hat die Armee die Waffen gestreckt. – Hätte sie einige Wochen vorher kapituliert, hätte man vielen Soldaten Tod und Gefangenschaft ersparen können. form selten
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2. . . . Als man ihm dann einen Brief vorlegte, in dem er selbst zum Boykott der Geschäftsleitung aufrief, mußte er die Waffen strecken. Gegen diesen Beweis gab es kein Mittel mehr, sich zu verteidigen.
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