Adelung Wörterbuch
Pfeifenthon
, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, ein weißer mit brennbaren Theilen vermischter Thon, welcher fettig anzufühlen ist, und aus welchem die Tobakspfeifen gebrannt werden.  
1. Der Pfeifer
, des -s, plur. ut nom. sing. eine im gemeinen Leben übliche Benennung der Raupen des Rüsselkäfers, Curculio L. welche die Samenschoten des Rübsens leer ausfressen und aushöhlen; ohne Zweifel von 2 Pfeife, ein hohler Raum, eine Röhre. Im gemeinen Leben einiger Gegenden heißen alle Sommervögel oder Schmetterlinge Pfeifholter, vielleicht Pfeiffalter.
 
2. Der Pfeifer
, des -s, plur. ut nom. sing. derjenige, welcher die Pfeife geschickt zu spielen weiß. Von Jubal sind die Pfeifer kommen, 1 Mos. 4, 21. Als er in des Obersten Haus kam und sahe die Pfeifer und das Getümmel des Volks, Matth. 9, 23. Der Sackpfeifer, der Querpfeifer. Da die eigentlichen Pfeifen in der Musik veraltet und verächtlich geworden sind, so hat auch das Wort Pfeifer an diesem Schicksale Antheil genommen; nur bey den Soldaten haben sie sich noch erhalten. Im gemeinen Leben nennt man die Musikanten oder Spielleute von den ehedem üblichen Pfeifen noch Kunstpfeifer, und wenn sie in einer Stadt angenommen sind, Stadtpfeifer. Nieders. Piper, Angels. Pipere.
 
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