Duden - Das große Wörterbuch der deutschen Sprache in 10 Bänden
walken
wạl|ken [mhd. walken = walken, prügeln, ahd. walchan = kneten, zu 1"wallen"]: 1. (Textilind.) (Gewebe) durch bestimmte Bearbeitung zum Verfilzen bringen. 2. (in der Lederherstellung) Häute durch mechanisch knetende u. ä. Bearbeitung geschmeidig machen. 3. (Hüttenw.) Feinbleche zum Glätten über hintereinander angeordnete Walzen laufen lassen. 4. (landsch.) a) (Gegenstände aus Leder, bes. Schuhe) durch kräftiges Einreiben mit Lederfett u. anschließendes Kneten o. Ä. weich, geschmeidig machen: „Du musst sie (= die Stiefelspitzen) w.“, schlug Ede vor. „Mit Lederfett.“ (Lentz, Muckefuck 10); Die Männer ... schmierten Koppel und Stiefel und walkten sie mit den Handballen (Strittmatter, Wundertäter 412); b) (Teig) kräftig durchkneten: den Teig kräftig w.; c) kräftig massieren: Lucien walkte und rieb meine Haut, meine Augenbrauen, mein Kinn, meine Wangen (Genet [Übers.], Tagebuch 168); Ü während den andern ... der Hirnmuskel mit mathematischen Formeln gewalkt wurde (Lynen, Kentaurenfährte 21); d) (Wäsche beim Waschen mit der Hand) kräftig reibend, knetend bearbeiten: Sie kniete ... am Flüsschen, walkte und knetete die Wäsche (Lenz, Suleyken 129).
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