Duden - Das große Wörterbuch der deutschen Sprache in 10 Bänden
verehren
ver|eh|ren [spätmhd. verēren = mit Ehre beschenken]: 1. a) als göttliches Wesen ansehen [u. in kultischen Handlungen ehren]: Heilige v.; die Jungfrau Maria v.; sie verehrten Schlangen als göttliche Wesen; er wurde als Märtyrer verehrt; b) (geh.) jmdn. hoch schätzen, jmdm. [mit Liebe verbundene] Bewunderung entgegenbringen: einen Künstler, seinen alten Lehrer v.; er hat seine Mutter sehr verehrt; jmdn. hoch, wie einen Vater v.; er ... wurde ... wegen seiner noblen Geburt aus der Ferne verehrt (Lynen, Kentaurenfährte 188); als Part. in Höflichkeitsfloskeln: unser hoch zu verehrender Jubilar; verehrte Gäste, Anwesende!; verehrtes Publikum!; in Briefanreden: liebe, sehr verehrte gnädige Frau; sehr verehrte Frau Müller!; (veraltet, noch iron.) Verehrtester, Verehrteste, so geht es nun wirklich nicht; c) (veraltend) (als Liebhaber) umwerben: er verehrte lange Zeit ein Mädchen, das ihm dann einen Korb gab. 2. (leicht scherzh.) als kleineres Geschenk überreichen: der Gastgeberin einen Blumenstrauß v.; er verehrte ihr eine Freikarte; eine Geflügelschere ..., die mir mein Vater ... zum Einzug ins Eigenheim verehrt hatte (Erné, Kellerkneipe 320).
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