Duden - Redewendungen
Schneider
aus dem Schneider [heraus]sein (ugs.): 1. von allen Sorgen und Schwierigkeiten befreit sein: Mit der eidesstattlichen Erklärung des Arztes ist der Angeklagte noch nicht aus dem Schneider. Ich zitterte vor Kälte und Angst, obwohl ich aus dem Schneider war (Bieler, Bonifaz 35). Daß man mit einer neuen Batterie herrlich aus dem Schneider ist, muß leider als weitverbreiteter Irrtum entlarvt werden (auto touring 2, 1979, 32). 2. über 30 Jahre alt sein: Seit gestern bin ich aus dem Schneider; darauf könnten wir eigentlich auch heute noch einen trinken.-Die Wendung rührt vom Skatspiel her. Dort braucht man 30 bzw. 31 Punkte, um aus dem Schneider zu kommen. Der Ausdruck »Schneider« im Kartenspiel nimmt wohl darauf Bezug, daß man früher spottete, »ein Schneider wiege nicht mehr als 30 Lot«; vgl. auch die Wendung »frieren wie ein Schneider«.
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herein, wenn's kein Schneider ist! (scherzh.): Aufforderung an jmdn., der läutet oder an die Tür klopft, einzutreten: Hat es eben geklopft? Herein, wenn's kein Schneider ist!
-Die Herkunft dieser Redensart ist nicht eindeutig geklärt. Vermutlich bezog sie sich ursprünglich auf den Schneider, der seine Rechnungen kassieren wollte. Eine andere Erklärung leitet sie von den Zunftsitzungen der Schneidergesellen her, zu denen nur Zunftangehörige Zutritt hatten. Dort hieß es »Herein, wenn es ein Schneider ist«, was im Volksmund scherzhaft ins Gegenteil verkehrt worden sein könnte.
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frieren wie ein Schneider.
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