Duden - Redewendungen
naß
auf naß einsteigen wollen (ugs.): darauf rechnen, daß man freigehalten wird: Wer bei diesen Leuten auf naß einsteigen will, der hat sich ganz schön verrechnet, da ist bei denen nichts drin.-Schon im Frühneuhochdeutschen hatte das Wort »naß« die Nebenbedeutung von »liederlich, ohne Geld«. Die Entstehung dieser Bedeutung ist nicht geklärt; möglicherweise geht sie darauf zurück, daß ein armer Mensch, der sich kein Dach über dem Kopf leisten kann, leicht durch Regen naß werden kann.
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für naß (ugs.; landsch.): umsonst, ohne Eintrittsgeld zu bezahlen: Er kannte den Kassierer vom »Olympia« und konnte manchmal für naß in die Vorstellung.
-Vgl. die vorangehende Wendung.
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jmdn. naß machen (ugs.): 1. jmdn. [beim Fußball o. ä.] ausspielen: Der Linksaußen hat seine Gegenspieler reihenweise naß gemacht. 2. jmdn. hoch besiegen: Niemand hätte gedacht, daß der Aufsteiger den Titelverteidiger mit 5 : 0 naß machen würde.
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sich nicht naß machen (ugs.): sich nicht unnötig erregen, nicht zimperlich sein: Mach dich nicht naß, nur weil wir zwei Stangen Zigaretten geschmuggelt haben!
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wie ein nasser Sack (ugs.): ohne Haltung, schlaff, erschöpft: Er hing auf dem Stuhl wie ein nasser Sack. Jetzt liegst du da wie ein nasser Sack, aber vorhin konntest du nicht genug bekommen.
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ein nasses Grab finden.
noch naß hinter den Ohren sein.
stinken wie ein nasser Fuchs.
einen nassen Tod finden.
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