Duden - Redewendungen
Narr
einen Narren an jmdm., an etwas gefressen haben (ugs.): jmdn., etwas sehr gern haben; sich in jmdn., in etwas vernarrt haben: Vom ersten Tag an hatte der alte Kapellmeister einen Narren an seinem Enkelkind gefressen. Meine Großmutter schien einen Narren an ihr gefressen zu haben. Sie nahm sie mit ins Kino und zum Flickschuster ... (Brecht, Geschichten 143). Die Andernoth mit ihrem Zopf glotzt er an. Er hat an dem Zopf einen Narren gefressen (Gaiser, Schlußball 100).-Die Wendung geht auf die Vorstellung zurück, daß derjenige, der bis zur Albernheit in jemanden oder etwas verliebt ist, einen kleinen Narren in seinem Inneren (= gefressen) habe.
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jmdn. zum Narren halten (ugs.): jmdn. täuschen, anführen: Laß dich doch von diesem Scharlatan nicht zum Narren halten! Rolf glaubte natürlich nicht einen Augenblick lang an die Freundin in St. Gallen. Er kam sich betrogen vor, zum Narren gehalten ... (Frisch, Stiller 341).
-Die Wendung meint eigentlich »jmdn. als Narren behandeln«.
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Kinder und Narren reden/sagen die Wahrheit.
am [vielen] Lachen erkennt man den Narren.
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