Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache
Philister
Philister Sm "Spießbürger, alter Herr" erw. stil. (17. Jh. ) Entlehnung. Entlehnt aus l. Philistīnī (Name eines nichtsemitischen Volkes an der Küste Palästinas), aus hebr. pelištīm, felištīm Pl. Studentenverbindungen benützen diesen Namen des die Israeliten bekämpfenden Volkes, um Nicht-Studenten zu bezeichnen; daraus dann die Bedeutungen "Spießbürger, ungebildeter Mensch" bzw. "im Berufsleben stehender alter Herr". Bei der übertragenen Bedeutung hat wohl eine Streckform aus Fister mitgewirkt ("Fist"), die an den Völkernamen angepaßt wurde.   Ebenso nndl. filister, ne. philistine, nfrz. philistine, nschw. filister, nnorw. filister.
Gombert, A. ZDW 3 (1902), 166f.;
Schröder (1906), 20f.;
Krüger, G. GRM 3 (1911), 116f.;
Schoppe, G. GRM 10 (1922), 193-203, 11 (1923), 183f.;
Littmann (1924), 32;
DF 2 (1942), 495-501;
Morgan, E. MLR 51 (1956), 231-234, 57 (1962), 69-72;
Heisig, K. ZDPh 83 (1964), 345-350;
Schumann, H.-G. AK 49 (1967), 111-130;
Röhrich 2 (1992), 1179f. lateinisch
hebr.
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