Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache
Kiel
Kiel1 Sm "Federkiel" erw. obs. (14. Jh. ) Stammwort. Mhd. kil m./n. und rhein. keil, (ndrhein. kijl, 15. Jh. ) würden auf altes * kīl- (und damit Entlehnung aus dem Norden ? ) weisen. Vergleichbar ist me. quil(le), quele n. , ne. quill "Federkiel". Herkunft unklar. Eine Herleitung aus l. caulis "Stengel, Federkiel" wäre semantisch befriedigend, doch ist der Vokalismus kaum mit dieser Annahme zu vereinigen. Kluge (1911), 440. deutsch d.
Kiel2 Sm "Schiff" per. Wortschatz arch. (8. Jh. ), mhd. kiel, ahd. kiol, kīl, as. kiol Stammwort. Aus g. * keula- m. "Schiff", auch in anord. kjóll, ae. cēol. Herkunft unklar. Vielleicht vergleichbar ist gr. gaũlos "(rundes) Lastschiff", doch ist für dieses Entlehnung aus dem Semitischen zu erwägen. Möglicherweise ist deshalb auch das germanische Wort eine Entlehnung.
Kluge (1911), 440;
RGA 16 (2000), 481f. west- und nordgermanisch ix ?

Kiel3 Sm "Grundbalken des Schiffes" erw. fach. (16. Jh. ) Stammwort. Aus dem Niederdeutschen verbreitet: mndd. kel, kil; vielleicht entlehnt aus anord. kjo̧lr, das auch zu den Formen der anderen Sprachen geführt haben kann. Dieses kann dem Wort "Kehle"1 entsprechen. Einzelheiten bleiben unklar.
Kluge (1911), 440-442;
RGA 16 (2000), 481f. deutsch
d.
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