Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache
Kastanie
Kastanie Sf std. (11. Jh. , Form 13. Jh. ), mhd. castanie, ahd. kastanie Entlehnung. In dieser Form neu entlehnt aus l. castanea, dieses aus gr. kástana Pl. , aus einem kleinasiatischen Wort (zu dem auch arm. kask "Kastanie" gehört). Vielleicht zu einem Ortsnamen (gr. Kastanís, Kastanéa u.a. ), der aber umgekehrt auch aus dem Pflanzennamen gebildet sein kann. Eine ältere Entlehnung in ahd. kestin(n)a, kesten, mhd. kesten(e), auch mhd. kestennuz wie ne. chestnut; reg. (obd. ) Käste(n). Gemeint ist ursprünglich die eßbare Edelkastanie, später auch die ungenießbare Roßkastanie. Der Ausdruck die Kastanien aus dem Feuer holen stammt aus der Fabel von La Fontaine "Der Affe und die Katze" (bei der der Affe die Katze veranlaßt, für ihn die gerösteten Kastanien aus dem Feuer zu holen).   Ebenso nndl. kastanje, ne. chestnut, nfrz. châtaigne, nschw. kastanj, nnorw. kastanje, nisl. kastanía; "Kastagnette".
LM 5 (1991), 1035;
Röhrich 2 (1992), 814f. lateinisch
gr.
Sie können einen Link zu dem Wort setzen

Ansicht: Kastanie