Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache
Igel
Igel Sm std. (9. Jh. ), mhd. igel, ahd. igil, as. igil Stammwort. Aus wg. * egila- m. "Igel", auch in ae. igel; daneben mit Länge des Wurzelvokals anord. ígull, ae. īl. Aus ig. (eur. ) * eǵhi- in lit. ežỹs, skr. - kslav. ježĭ, gr. echĩnos, arm. ozni. Die Grundform kann schon "Igel" bedeutet haben und ist dann nicht weiter anschließbar. Ein etymologischer Anschluß wird versucht an (ig. ) * eǵhi- "Schlange, Wurm", so daß der Igel als "der zur Schlange (zum Wurm) Gehörige", also als "Schlangenfresser" bezeichnet wäre. Das Schlangenwort hat aber normalerweise eine andere Lautform, und in welchem Umfang diese abweichende Variante allgemein vorausgesetzt werden darf, ist unklar. Der (besonders in der zusammengerollten Verteidigungsstellung) nach allen Seiten stachelbewehrte Igel hat zu zahlreichen Übertragungen Anlaß gegeben (z.B. Igelfisch, Igel-Schnitt, Igel-Stellung usw. ). Ableitung mit Partikelverb: einigeln.   Ebenso nndl. egel.
Brüch, J. FS Kretschmer (Wien, Leipzig, New York 1926), 10f.;
Müller-Graupa BGDSL-H 79 (1957), 472;
LM 5 (1991), 365f.;
Röhrich 2 (1992), 779;
RGA 15 (2000), 335f. west- und nordgermanisch
ix.
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