Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache
Habicht
Habicht Sm std. (8. Jh. ), mhd. habech, habich, ahd. habuh, habech, as. havuk Stammwort. Aus g. * habuka- m. "Habicht", auch in anord. haukr, ae. hafoc, heafoc. Das -t im Deutschen ist sekundär angetreten. Außergermanisch vergleicht sich (unter ig. * kabh-) russ. kóbec "Bienen-, Wespenfalke". Es kann ig. * kap- "packen, greifen" zugrundeliegen ("heben"), aber da l. capus "Falke" oder "Habicht" (unsicher bezeugt) als etruskisch gilt, ist auch für das germanische und slavische Wort Entlehnung aus einer Substratsprache nicht ausgeschlossen (daß dennoch von einer Lautgebärde * kap- "packen" auszugehen ist, kann erwogen werden). Vgl. evtl. l. accipiter "Habicht", das aber als * acu-peter "Schnellflieger" erklärt wird. Ebenso nndl. havik, ne. hawk, nschw. hök, nisl. haukur.
✎ Suolahti (1909), 359-362;
Benware, W. A. BGDSL-T 101 (1979), 343;
Röhrich 1 (1991), 611. Zur Entlehnung ins Finnische s. LÄGLOS (1991), 87f. west- und nordgermanisch iwo.
Habicht Sm std. (8. Jh. ), mhd. habech, habich, ahd. habuh, habech, as. havuk Stammwort. Aus g. * habuka- m. "Habicht", auch in anord. haukr, ae. hafoc, heafoc. Das -t im Deutschen ist sekundär angetreten. Außergermanisch vergleicht sich (unter ig. * kabh-) russ. kóbec "Bienen-, Wespenfalke". Es kann ig. * kap- "packen, greifen" zugrundeliegen ("heben"), aber da l. capus "Falke" oder "Habicht" (unsicher bezeugt) als etruskisch gilt, ist auch für das germanische und slavische Wort Entlehnung aus einer Substratsprache nicht ausgeschlossen (daß dennoch von einer Lautgebärde * kap- "packen" auszugehen ist, kann erwogen werden). Vgl. evtl. l. accipiter "Habicht", das aber als * acu-peter "Schnellflieger" erklärt wird. Ebenso nndl. havik, ne. hawk, nschw. hök, nisl. haukur.
✎ Suolahti (1909), 359-362;
Benware, W. A. BGDSL-T 101 (1979), 343;
Röhrich 1 (1991), 611. Zur Entlehnung ins Finnische s. LÄGLOS (1991), 87f. west- und nordgermanisch iwo.