Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache
Dunst
Dunst (ndd. auch Dust) Sm std. (10. Jh. ), mhd. dunst, tunst, mitteldeutsch auch f. , ahd. tun(i)st f. "Sturm" vgl. ae. dust n. "Staub", mndd. dunst "Dunst" Stammwort. Obwohl sich diese Formen auf den gleichen Lautstand zurückführen lassen, sind sie kaum unmittelbar zusammengehörig. Der Bedeutung "Sturm" entspricht am besten gr. thӯ(n)ō "ich stürme, brause, tobe", das auf (ig. ) * dhu-nw- zurückgehen kann, und * dhunes-t- oder * dhu-nu-st- wäre für das althochdeutsche Wort eine befriedigende Ausgangsform. Die Bedeutungen "Dunst" und "Staub" können zusammenhängen, sind aber nach verschiedenen Richtungen vergleichbar: "Dunst" mit lett. dvans "Dunst, Dampf", lett. dviñga "Dunst, Kohlendampf", was (ig. ) * dhwen- (und germanisch eine Schwundstufe * dhun-st-) voraussetzen würde; "Staub" mit ai. dhváṃsati- "verfällt, zerfällt zu Staub", ai. dhvasrá- "staubig" usw. , was entweder * dhwen-s- oder eine nasalierte Form von * dhwes- fortsetzt. Alles zusammen gehört auf jeden Fall zu der Wurzel * dheu(ə)- "stieben", doch bleibt die Entwicklung im einzelnen unklar. Verben: dunsten, dünsten; Adjektiv: dunstig.   Ebenso ne. dust; "dösig", "Dusel", "quasseln", "Tor"1. deutsch iz.
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