Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache
Donnerkeil
Donnerkeil Sm "Blitzstrahl; Versteinerung; Steinzeitbeil" per. Wortschatz fach. (16. Jh. ) Stammwort. Zusammensetzung aus "Donner" in der mittelhochdeutschen Nebenbedeutung "Blitz" und "Keil". Gemeint sind zunächst offenbar die Blitzröhren (Fulgurite), d.h. durch Blitzeinschlag in Sand entstandene, versinterte Röhren. Mit diesen gleichgesetzt wurden die (entfernt ähnlich aussehenden) Versteinerungen des Hinterteils der Kopffüßler (Belemniten zu gr. bélemnon "Geschoß", auch für "Hagel" u.ä. , wohl auch "Blitz", also offenbar von der gleichen Vorstellung ausgehend); dann ausgedehnt auf die Versteinerungen von Belemniten allgemein und andere ungewöhnliche Formen aus Stein, wie Steinzeitbeile. - Der Verwendung als Fluchwort liegt wie bei Donnerwetter der übertragene Gebrauch der erstgenannten Bedeutung zugrunde. Reitinger, J. FS Pittioni 2 (1976), 511-546 (zu Donnerkeil "Steinzeitbeil");
Lüschen (1979) 203-205
(Donnerstein). deutsch s. Donner, s. Keil
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