Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache
Dekan
Dekan Sm "Vorsteher (einer Fakultät, usw. )" per. Wortschatz fach. (10. Jh. , Form 15. Jh. ) Entlehnung. Entlehnt aus l. decānus, eigentlich "Vorsteher von zehn", einer Ableitung von l. decem "zehn". Zunächst Führer der aus zehn Mann bestehenden Untereinheit der Zenturie bzw. Kommandeur eines Geschwaders von zehn Schiffen, im Kirchenlatein "Vorgesetzter von zehn Mönchen", dann Verallgemeinerung der Bedeutung unter Verlust des Bezugs auf diese Anzahl. Das Wort wird zunächst zu ahd. degan entlehnt, dann (mit sekundärem Dental) zu mhd. techant (15./16. Jh. Dechan), das heute noch oberdeutsch bei katholischen Geistlichen als "Dechant" üblich ist (bei evangelischen Dekan). Die jüngste Entlehnungsstufe (vor allem im Hochschulbereich) im 15. Jh. Abstraktum: Dekanat.   Ebenso nndl. deken, ne. dean, nfrz. doyen, nschw. dekan, nisl. dekán; "Dezember".
DF 5 (21999), 143-148;
Götze (1929), 7;
LM 3 (1986), 651-654. lateinisch
l.
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