Meyers Großes Taschenlexikon in 25 Bänden
Tanner
Tạnner, 1) Alain [frz. ta'nɛ:r], schweizer. Filmregisseur, * Genf 6. 12. 1929; Mitbegründer des neuen schweizer. Films, u. a. mit »Charles tot oder lebendig« (1969), »Der Mittelpunkt der Welt« (1974), »Messidor« (1979), »Niemandsland« (1985), »L'homme qui a perdu son ombre« (1991).
2) [engl. 'tænə], John, amerikan. Pionier und Jäger, * um 1780, ✝ um 1847; als Sohn weißer Siedler in Kentucky 1789 von Indianern verschleppt; lebte fast drei Jahrzehnte unter den Ojibwa, verließ sie um 1820 und ließ seine Erinnerungen, eine wichtige ethnograph. Quelle aus dieser Zeit, aufzeichnen (»Dreißig Jahre unter Indianern«, neu bearb. und übers. von E. Lips 1953).
3) Väinö, finn. Politiker, * Helsinki 12. 3. 1881, ✝ ebd. 19. 4. 1966; 1919-26 und 1957-63 Vors. der Sozialdemokrat. Partei, 1926/27 MinPräs., 1939/40 Außenmin.; unterzeichnete 1940 den Friedensvertrag zur Beendigung des Finnisch-Sowjet. Winterkriegs, trat 1941 für die Fortsetzung des Krieges gegen die UdSSR auf dt. Seite ein. Nach der Niederlage (1944) wurde er auf sowjet. Druck zu 5 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt (1949 entlassen).
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