Meyers Großes Taschenlexikon in 25 Bänden
Raleigh
I Raleigh['rɔ:lɪ], Hauptstadt des Staates North Carolina, USA, auf dem Piemontplateau, 208 000 Ew.; Univ.; Handels-, Verw.-, Bildungs- und Forschungszentrum (Hightech-Forschungseinrichtungen); vielfältige Industrie.
II Raleigh
['rɔ:lɪ], Sir Walter, engl. Seefahrer, * Hayes Barton (Cty. Devon) um 1554, ✝ (hingerichtet) London 29. 10. 1618; Günstling Elisabeths I.; unternahm zahlr. gegen die span. See- und Kolonialmacht gerichtete Raub- und Entdeckungsfahrten nach Übersee. Sein früher Versuch (1584-89), engl. Kolonisten in Virginia (= North Carolina) anzusiedeln, schlug fehl; 1595 landete er auf der Suche nach dem Eldorado in Guayana. Unter Jakob I. wurde er wegen Hochverrats 1603-16 im Tower eingekerkert, wo er eine (bis 130 v. Chr. reichende) »Weltgesch.« verfasste; nach Scheitern einer weiteren Fahrt nach Guayana (1617) wurde er im Interesse der spanienfreundl. Politik Jakobs I. hingerichtet.
Literatur:
Lacey, R.: Sir W. R. London 1973.
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