Meyers Großes Taschenlexikon in 25 Bänden
Quantenchromodynamik
Quạntenchromodynamik,Abk. QCD, in Anlehnung an die Quantenelektrodynamik entwickelte Theorie zur Beschreibung der starken Wechselwirkung zw. den Quarks. Das dem Photon entsprechende Feldquant der Q. ist das Gluon; der Ladung entspricht die Farbladung (Farbe) der Quarks, wobei mit dem Begriff »Farbe« ein neuer Freiheitsgrad der Quarks bezeichnet wird, der drei als »rot«, »blau« und »grün« bezeichnete Zustände (r, b, g; Antifarbladungen r̄, b̄, ḡ) annehmen kann. Daher kann jede Quarkart in drei versch. Farbzuständen auftreten. Bei Absorption oder Emission eines Gluons wird eine »Farbeinheit« zw. dem Quark und dem Gluon ausgetauscht. Die Quarks müssen beim Aufbau eines Hadrons so kombiniert sein, dass Hadronen »farblos« sind, was entweder durch Kombination von drei Quarks mit den drei Quarkfarben (Baryonen) oder durch Bildung eines Quark-Antiquark-Paares (Mesonen) erreichbar ist. - Durch Einbeziehung der elektroschwachen Wechselwirkung erweitert man die Q. zur Großen Vereinheitlichten Theorie. Die Quantengeometrodynamik versucht auch die Gravitation einzubeziehen.
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