Meyers Großes Taschenlexikon in 25 Bänden
Manchester
I Manchester['mæntʃɪstə, dt. man'ʃɛstər; nach der engl. Stadt M.] der (Genuacord, Cordsamt), gerippter Schusssamt, meist aus Baumwolle; für Sportanzüge, Arbeitshosen, Möbelbezüge.
II Manchester
['mæntʃɪstə], Stadt in der Metrop. County Greater M., England, 404 900 Ew.; anglikan. Bischofssitz; Univ. mit angeschlossener M. Business School, Polytechnikum, Bibliotheken, Galerien, Museen, Theater; Mittelpunkt der engl. Baumwollind. (seit dem 16./17. Jh.), Maschinen- und Fahrzeugbau, elektrotechn., elektron., chem., pharmazeut., Schuh-, Bekleidungs- und Nahrungsmittelind., Druckereien; bed. Finanz- und Handelszentrum mit Banken und Versicherungsunternehmen; internat. Flughafen; durch den 58 km langen M.-Schifffahrtskanal (1894) mit Liverpool verbunden.- Wichtige Bauten sind die Town Hall (1868-77), die Free Trade Hall (1856), die Börse (1864-74), die Kathedrale (15. Jh., 1862-68 erneuert), das Royal Theatre (1976).- M. ging aus dem röm. Kastell Mancunium hervor; seit Anfang 7. Jh. angelsächsisch; 1229 Marktrecht. 1330 brachten Flamen die Textilind. nach M.; 1762 wurde der Kanal zu den Kohlefeldern von Worsley fertig gestellt. Ab 1785 betrieb man Webstühle, ab 1789 Spinnereien erstmals mit Dampfmaschinen; 1830 wurde die Eisenbahnlinie nach Liverpool eröffnet; 1838 erhielt M. Stadtrecht. M. ist Symbol des brit. Kapitalismus (Manchestertum).
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