Meyers Großes Taschenlexikon in 25 Bänden
Mai
I Mai[lat.] (früher Wonnemond), der 5. Monat des Jahres, 31 Tage. - Im Volksglauben gilt der M. als Beginn der Sommerzeit. In Mitteleuropa wird über M.-Brauchtum ab 1200 berichtet (Formen des Frühlingsbegrüßens in M.-Feiern, M.-Riten). Grüne Zweige und Bäumchen (Maien), die während der seit dem 13. Jh. bezeugten Feier des M.-Begrüßens als Schmuckmaien dienten oder als Ehren- oder Liebesmaien verschenkt wurden, sind die histor. Vorläufer des M.-Baums der Gemeinde, ein bis auf den Wipfel entasteter, geschmückter und in die Erde gerammter Baum. Erstmals zu Anfang des 16. Jh. in Franken als Orts-, Tanz-, Wirtsbaum (Zeichen des Ausschanks), Rechtsbaum (Markt-, Kirchweih-, Friedensschutz) erwähnt, seit dem 18. Jh. in typ. Form (mit Bildzeichen der Gewerke im Ort). In der Walpurgisnacht wurde mancherorts am M.-Feuer das M.-Lehen abgehalten, wobei junge Mädchen versteigert oder das M.-Brautpaar bestimmt wurden. - Aus den Traditionen der Arbeiterbewegung wurde der 1. Mai zum Feiertag (Erster Mai).
II Mai,
Herbert, Gewerkschafter, * Dalheim-Rödgen (zu Wegberg, Kr. Heinsberg) 5. 9. 1947; Mitgl. der SPD seit 1965, seit 1971 hauptamtl. Gewerkschafts-Sekr. in der Gewerkschaft ÖTV, Bezirks-Verw. Hessen; 1982-94 Bezirks-Vors. der ÖTV Hessen, seit 1995 Vors. der ÖTV.
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