Meyers Großes Taschenlexikon in 25 Bänden
Madeira
Madeira[ma'de:ra, portugies. »Holz«],
1) Hauptinsel der gleichnamigen Inselgruppe (zu der noch die Insel Porto Santo und weitere Inseln gehören) im östl. Atlant. Ozean, die den portugies. Distrikt M. von 794 km2 mit (1995) 257 300 portugiesischsprachigen Ew. bildet; Hauptort ist Funchal. Die Insel M. ist ein junger Schildvulkan, bis 1 861 m ü. M., am Rand stark zerschnitten, mit steiler Kliffküste; die Südflanke ist trocken, die Nordabdachung und Höhenregion immerfeucht. Intensiver Anbau (mit kompliziertem Bewässerungssystem) von Zuckerrohr, Weizen, Bananen, Ananas, Frühgemüse, Obst, Blumen, Wein; Fischfang, Rinderzucht; Herstellung von Stickereien, bed. ganzjähriger Fremdenverkehr. - M. war schon den Phönikern bekannt und wurde 1419 von den Portugiesen besiedelt. 1807-14 war es britisch.
Literatur:
Dahle, W.: M. Kultur u. Landschaft auf Portugals »Blumeninsel« im Atlantik. Köln 61993.
2) Rio M., rechter und größter Nebenfluss des Amazonas in Brasilien, entsteht aus dem Zusammenfluss von Río Mamoré und Río Beni, mündet 150 km östlich von Manaus, 3 200 km lang.
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Ansicht: Madeira