Meyers Großes Taschenlexikon in 25 Bänden
Macau
Macạu(Macao, chines. Aomen), Territorium an der S-Küste Chinas, unter portugies. Verw., rd. 65 km westlich von Hongkong, 16,9 km2, (1995) 410 000 Ew.; umfasst eine 6,05 km2 große Halbinsel mit der Stadt M. sowie die ihr vorgelagerten Inseln Taipa (3,78 km2) und Coloane (7,09 km2). Amtssprachen sind Portugiesisch und Chinesisch. Die Wirtschaft wird vom Fremdenverkehr (Spielkasinos, Hunderennen, Grand-Prix-Rennen), Handel (v. a. Transit- und Goldhandel), Ind.produktion (Textil- und Bekleidungsind., Streichhölzer, Feuerwerkskörper, Tabakwaren, Fischkonserven u. a.) und Hochseefischerei bestimmt. Zahlungsmittel ist die Pataca (Pat.) = 100 Avos. - M. ist durch Fährverkehr (Tragflügel- und Motorboote) und Hubschrauber mit Hongkong verbunden.- 1557 von den Portugiesen als Handelsniederlassung gepachtet; ab 1575 Bischofssitz. Nach 1842 verlor M. durch die rasche Entwicklung Hongkongs für den Chinahandel an Bedeutung. 1849 Besetzung der Inseln Taipa und Coloane durch Portugal. 1887 erkannte China in einem Vertrag die Oberhoheit Portugals über M. an, das 1951 portugies. Überseeprovinz wurde; erhielt 1976 als »Territorium von M.« volle innere Autonomie. 1987 wurde ein portugiesisch-chines. Abkommen paraphiert, nach dem M. 1999 an China zurückgegeben wird.
Literatur:
Haberzettl, P.u. Ptak, R.: M. Geographie, Geschichte, Wirtschaft u. Kultur. Wiesbaden 1995.
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