Meyers Großes Taschenlexikon in 25 Bänden
Farbmetrik
Farbmetrik,die Lehre von den Maßbeziehungen zw. den Farben. In der Farbvalenzmetrik (niedere F.) gilt nur das Gleichheitsurteil des Auges; hier werden die Farbmerkmale durch versch. Maßsysteme (Farbsysteme) erfasst, die u. a. in Farbenkarten (Farbatlanten) dargestellt sind (z. B. Mansell, Ostwald, DIN 6164). Das Normvalenzsystem beschreibt eine Farbe (Farbvalenz) als Summe dreier Mischungswerte, der Normfarbwerte X, Y, Z (DIN 5033); häufig werden auch die Normfarbwertanteile x und y angegeben, wobei [x = X/(X + Y + Z ), y = Y/(X + Y + Z )] gilt. Bei der graf. Darstellung der Farbart in der zweidimensionalen Farbtafel dienen x, y als rechtwinklige Koordinaten der Farborte. Bei dreidimensionaler Darstellung werden Farbvalenzen durch Ortsvektoren (Farbvektoren) wiedergegeben und bauen so den Farbenraum auf; hierin grenzt der Farbkörper das körperl. Gebilde ab, in dem alle Körperfarben ihren Ort haben. - In der höheren F. (Farbempfindungsmetrik) wird der Farbreiz in Beziehung zur Farbwahrnehmung gesetzt.
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