Meyers Großes Taschenlexikon in 25 Bänden
Deflation
Deflation[lat. »Abschwellung«] die,
1) Geographie: (Windabtragung) die ausblasende und abhebende Tätigkeit des Windes, bes. in vegetationslosen Trockengebieten. Sand und Staub werden an anderen Stellen als Dünen oder Löss abgelagert.
2) Wirtschaft: ein über längere Zeit anhaltendes Absinken des allgemeinen Güterpreisniveaus (Ggs.: Inflation), eine Kaufkraftsteigerung des Geldes. Ursache ist ein Überhang des gesamtwirtschaftl. Güterangebots über der gesamtwirtschaftl. kaufkräftigen Güternachfrage (deflator. Lücke, Nachfragelücke), wenn das Wachstum der Geldmenge längere Zeit geringer ist als das Wachstum des realen Sozialproduktes. Die D. kann durch eine anhaltend restriktive Geldpolitik, kontraktive Finanzpolitik (z. B. Steuererhöhungen, Ausgabenkürzungen), außenwirtsch. Hemmnisse oder strukturelle Faktoren verursacht sein.
Literatur:
Stelter, D.: Deflationäre Depression. Konsequenzen für das Management. Wiesbaden 1991.
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