Meyers Großes Taschenlexikon in 25 Bänden
Dach
I Dach,der obere, gegen Witterungseinflüsse schützende Abschluss eines Gebäudes; besteht aus der Tragkonstruktion (D.-Verband) aus Holz (D.-Gerüst), Stahl oder Stahlbeton und der Dachdeckung. Nach dem Neigungswinkel unterscheidet man Flach-D. (bis 5º D.-Neigung), mäßig steiles D. (von über 5º und weniger als 40º) und Steil-D. (40º und steiler); nach der Form der D.-Fläche das ungebrochene, gebrochene, gebogene und runde D. Nach der Konstruktion und dem Werkstoff unterscheidet man a) das zimmermannsmäßige D., bei dem das tragende Gerüst der D.-Stuhl ist, der je nach Gebäudetiefe als einfacher, doppelter oder dreifacher Stuhl (stehender oder liegender Stuhl) ausgebildet ist. Typisch zimmermannsmäßige D.-Konstruktionen sind das Sparren-, Kehlbalken- und Pfetten-D.; b) D.-Konstruktionen für große Spannweiten nach den Regeln des Ingenieurholzbaus als Hänge- oder Sprengwerk aus Fachwerk- oder Vollwandbindern; c) das Stahl-D., bei dem die D.-Konstruktion aus Bindern und Pfetten besteht; d) das Stahlbeton-D., bei dem die Tragkonstruktion monolithisch oder in der Montagebauweise ausgeführt wird und meistens zugleich die D.-Fläche bildet. Nach bauphysikal. Gesichtspunkten unterscheidet man a) das einschalige Warm-D., bei dem die obere Geschossdecke den Gebäudeabschluss bildet; das entspannte Warm-D. hat von der Traufe bis zum First durchgehende Diffusionskanäle und -einsätze; b) das zweischalige Kalt-D. mit einem Luftraum zw. D.-Haut (Wetterschale) und D.-Geschossdecke (Tragschale).
II Dạch,
Simon, Dichter, * Memel 29. 7. 1605, ✝ Königsberg (Pr) 15. 4. 1659; fand in seinen Liedern (z. T. vertont von H. Albert) einen eigenen Ton für den Ausdruck sanfter Schwermut und maßvollen Lebensgenusses. Die Autorschaft des Liedes »Ännchen von Tharau« (D. oder H. Albert) ist umstritten.
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