Wörterbuch der deutschen Umgangssprache
schinden
schinden v \
1. etw schinden = etw ohne Bezahlung (auf Rechnung anderer) genießen (der Student schindet Kollegs, der Bettler schindet Wärme). Eigentlich soviel wie »enthäuten«, dann auch »mißhandeln«, »bedrücken« und schließlich soviel wie »prellen«. Unter Studenten in der ersten Hälfte des 19. Jhs aufgekommen.
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2. intr = eine gute Karte zurückhalten, um sie später zu verwenden. Dadurch kann man den Spielern hart zusetzen. Kartenspielerspr. Seit dem 18. Jh.
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3. auf jugendlich schinden = durch kosmetische Mittel das wirkliche Alter verbergen. 1960 ff, halbw .
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4. refl = sich abmühen; schwer arbeiten. Seit dem 18. Jh.
schinden v \
1. etw schinden = etw ohne Bezahlung (auf Rechnung anderer) genießen (der Student schindet Kollegs, der Bettler schindet Wärme). Eigentlich soviel wie »enthäuten«, dann auch »mißhandeln«, »bedrücken« und schließlich soviel wie »prellen«. Unter Studenten in der ersten Hälfte des 19. Jhs aufgekommen.
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2. intr = eine gute Karte zurückhalten, um sie später zu verwenden. Dadurch kann man den Spielern hart zusetzen. Kartenspielerspr. Seit dem 18. Jh.
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3. auf jugendlich schinden = durch kosmetische Mittel das wirkliche Alter verbergen. 1960 ff, halbw .
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4. refl = sich abmühen; schwer arbeiten. Seit dem 18. Jh.