Wörterbuch der deutschen Umgangssprache
Raub
Raub m \
1. auf Raub ausgehen = in einer Gaststätte einen Mann suchen, der einen vergnügten Abend finanziert. Eigentlich soviel wie »stehlen gehen«, gemildert zur Bedeutung »auf Kosten anderer leben«. 1920 ff.
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2. den Raub unter sich teilen = den dem Verlierer abgejagten Gewinn untereinander teilen. Fußt auf der Bibel: Josua 22,8 und Richter 5,30. Kartenspielerspr. Seit dem 19. Jh.
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3. nun teilt euch in den Raub, ihr Brüder!: Redewendung des Verlierers im Kartenspiel, wenn er seinen Gegnern das Geld hinwirft. Geht in leichter Abwandlung zurück auf das Gedicht »Der Esel und die drei Herren« von Ludwig Heinrich Freiherrn von Nicolay (1737-1820). Kartenspielerspr. 1870 ff.
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