Wörterbuch der deutschen Umgangssprache
Rabatz
Ra'batz m \
1. Getümmel, Rauferei; schweres Gefecht; schwerer Luftkampf; Ausgelassenheit; lautes Fest; geräuschvolle Begebenheit; energisches Aufbegehren. Stammt vielleicht aus poln »rabac = hauen« und vergleicht sich mit den schallnachahmenden Substantiven »Klamauk, Radau, Randal« o. ä., die sämtlich auf der letzten Silbe betont werden. Die erste Silbe (mit dem typischen »a«) kennzeichnet das einsetzende schwächere Geräusch, wohingegen die letzte Silbe das volle Geräusch wiedergibt. Etwa gegen 1870 aufgekommen; erster literarischer Beleg für 1888 bei Ernst von Wildenbruch (1845-1909).
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2. großer Rabatz = schwerer Feuerwechsel. Sold in beiden Weltkriegen.
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3. Rabatz machen = Streit beginnen. 1920 ff.
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