Wörterbuch der deutschen Umgangssprache
Pest
Pest f \
1. Pest am Hals = Erkältung. »Pest« steht übertreibend für jegliche leichtere Unpäßlichkeit. BSD 1965 ff.
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2. braune Pest = Nationalsozialismus. »Braun« wegen der Grundfarbe der Hemden. 1933 ff (Bert Brecht).
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3. ganz große Pest = sehr große Unannehmlichkeit. 1940 ff.
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4. rote Pest = Kommunismus. »Rot« wegen der Farbe der Fahne. 1925 ff.
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5. schwarze Pest = Heizer. Sie sind rußgeschwärzt. Marinespr 1910 ff.
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6. wie die Pest = a) sehr; bitterlich. Aus der Vorstellung von der seuchenartigen Verbreitung hat sich ein Ausdruck allgemeiner Steigerung entwickelt. Seit dem 19. Jh. – b) ununterbrochen; ausdauernd. Verheerende Seuchen sind schwer zu bekämpfen und halten sich sehr lange. 1950 ff, halbw . – c) vortrefflich. Halbw 1950 ff.
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7. wie die Pest abhauen = sich sehr rasch entfernen. ⇨ abhauen 6. 1920 ff.
————
8. sich ärgern wie die Pest = sich sehr ärgern. 1930 ff.
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9. etw fürchten wie die Pest = etw überaus fürchten. Seit dem 17. Jh.
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10. etw (jn) hassen (scheuen, fliehen, meiden o. ä.) wie die Pest = etw (jn) unerbittlich hassen, verabscheuen. 1600 ff.
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11.es klebt wie die Pest = es klebt unlösbar. Anspielung auf das hartnäckige Wüten der Pest. 1950 ff.
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12. das ist die kleine Pest!: Ausdruck heftigen Abscheus. Jug 1955 ff.
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13. schwätz' mir nicht die Pest an den Mastdarm! = verschone mich mit deinem Geschwätz! BSD 1965 ff.
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14. wie die Pest stinken = widerlich riechen. Seit dem 16./17. Jh.
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15. jm die Pest an den Hals wünschen = jm Schlechtes anwünschen; jn zutiefst verachten. Seit dem 19. Jh.
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16. es zieht wie die Pest = es herrscht heftiger Durchzug. 1900 ff.
Pest f \
1. Pest am Hals = Erkältung. »Pest« steht übertreibend für jegliche leichtere Unpäßlichkeit. BSD 1965 ff.
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2. braune Pest = Nationalsozialismus. »Braun« wegen der Grundfarbe der Hemden. 1933 ff (Bert Brecht).
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3. ganz große Pest = sehr große Unannehmlichkeit. 1940 ff.
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4. rote Pest = Kommunismus. »Rot« wegen der Farbe der Fahne. 1925 ff.
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5. schwarze Pest = Heizer. Sie sind rußgeschwärzt. Marinespr 1910 ff.
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6. wie die Pest = a) sehr; bitterlich. Aus der Vorstellung von der seuchenartigen Verbreitung hat sich ein Ausdruck allgemeiner Steigerung entwickelt. Seit dem 19. Jh. – b) ununterbrochen; ausdauernd. Verheerende Seuchen sind schwer zu bekämpfen und halten sich sehr lange. 1950 ff, halbw . – c) vortrefflich. Halbw 1950 ff.
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7. wie die Pest abhauen = sich sehr rasch entfernen. ⇨ abhauen 6. 1920 ff.
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8. sich ärgern wie die Pest = sich sehr ärgern. 1930 ff.
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9. etw fürchten wie die Pest = etw überaus fürchten. Seit dem 17. Jh.
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10. etw (jn) hassen (scheuen, fliehen, meiden o. ä.) wie die Pest = etw (jn) unerbittlich hassen, verabscheuen. 1600 ff.
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11.es klebt wie die Pest = es klebt unlösbar. Anspielung auf das hartnäckige Wüten der Pest. 1950 ff.
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12. das ist die kleine Pest!: Ausdruck heftigen Abscheus. Jug 1955 ff.
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13. schwätz' mir nicht die Pest an den Mastdarm! = verschone mich mit deinem Geschwätz! BSD 1965 ff.
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14. wie die Pest stinken = widerlich riechen. Seit dem 16./17. Jh.
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15. jm die Pest an den Hals wünschen = jm Schlechtes anwünschen; jn zutiefst verachten. Seit dem 19. Jh.
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16. es zieht wie die Pest = es herrscht heftiger Durchzug. 1900 ff.