Wörterbuch der deutschen Umgangssprache
Keule
Keule f \
1. Stielhandgranate. Wegen der Formähnlichkeit mit der Wurfkeule. BSD 1965 ff.
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2. Flasche Sekt. Sie ist keulenförmig. 1955 ff.
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3. Flasche Schnaps. Jug 1955 ff.
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4. Tabakspfeife. Gemeint ist die plumpe und dickliche. BSD 1965 ff.
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5. Bein; plumpes Frauenbein; Oberschenkel 1900 ff.
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6. erigierter Penis. 1500 ff.
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7. Hodensack. 1900 ff.
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8. Bruder; guter Freund. Verkürzt aus Brietzkeule. 1920 ff. jug .
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9. kräftiger, stämmiger Mann; Rauflustiger; Schläger. 1900 ff.
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10. Mann. Wegen Keule 6 und 7. BSD 1965 ff.
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11. kräftiger Fußballstoß. Sportl 1950 ff.
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12. Gefreiter. Ist in der Meinung der Soldaten Analogie zu »alter Knochen«. BSD 1965 ff.
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13. Frau. Vielleicht übertragen von der Bezeichnung für Oberschenkel ( Keule 5). BSD 1965 ff.
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14. nettes, umgängliches Mädchen. Man stellt es sich als erlesenen Genuß vor wie eine Fleischkeule. BSD 1965 ff.
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15. häßliches Mädchen. Es hat vielleicht keulenförmige Waden. BSD 1965 ff.
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16. tofte Keule = kameradschaftlicher Soldat. toft. BSD 1965 ff.
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17. seine Keulen anlanden – mit heiler Haut davonkommen. Keule = Bein. Sold 1939 ff.
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18. du kannst mir mal die Keule küssen!: Ausdruck der Abweisung. Variante zum Götz-Zitat. Sold 1960 ff.
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19. die Keule schwingen (mit der Keule losgehen) = energisch handeln; keine Rücksichtnahme gelten lassen; massiv drohen. 1900 ff.
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20. die Keulen schwingen = davoneilen, laufen. Keule = Bein. 1930 ff.
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21. die Keule steigt = der Penis erigiert. 1500 ff.
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