Duden - Das Herkunftswörterbuch
reizen
reizen:Mhd. reizen (reiz̧en), ahd. reizzen (reiz̧en) »antreiben, anstacheln; locken, verlocken; erwecken, anregen; erregen, ärgern« und die nord. Sippe von schwed. reta »locken; anregen; necken; ärgern« beruhen auf einer Kausativbildung zu dem unter ↑ "reißen" behandelten Verb. Das Veranlassungswort »reizen« bedeutete demnach ursprünglich »einritzen machen« (beachte z. B. das Verhältnis von »beißen« zu »beizen«).
Zu dem Verb ist im Dt. das Substantiv Reiz »Einwirkung auf den Organismus; verlockende Wirkung, Zauber« (18. Jh.) gebildet. Das in adjektivischen Gebrauch übergegangene erste Partizip reizend »verführerisch, anmutig, lieblich« ist seit dem 17. Jh. gebräuchlich. – Abl. : reizbar »leicht erregbar, jähzornig« (18. Jh.), dazu Reizbarkeit (18. Jh.).
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