Duden - Das Herkunftswörterbuch
Kluft
1Kluft»‹alte› Kleidung, Uniform« (ugs. ): Das am Ende des 18. Jh.s in der Studenten- und Soldatensprache aufkommende Wort stammt aus dem Rotwelschen und geht wohl auf hebr. qĕlippä »Schale, Rinde« zurück.
Beachte zur Bedeutungsgeschichte die umgangssprachlich analoge Verwendung von »Schale« im Sinne von »Anzug, Kleidung« in den Wendungen »sich in Schale werfen« oder »(toll) in Schale sein«.
2Kluft:
Das heute im Sinne von »Felsspalte, Schlucht; Trennung, Abstand« gebräuchliche Wort bedeutete in den älteren dt. Sprachzuständen auch »Spalte, Ritze, längs gespaltenes Holzstück, Zange, Schere«. Mhd., ahd. kluft, mniederl. clucht »B‹ruch›stück, Teil«, engl. cleft »Spalte, Schlucht« beruhen auf einer westgerm. Bildung zu dem unter ↑ "klieben" »‹sich› spalten« behandelten Verb. – Das von »Kluft« abgeleitete Verb »zerklüften« ist heute nur noch im Partizipialadjektiv zerklüftet bewahrt.
Sie können einen Link zu dem Wort setzen

Ansicht: Kluft