Duden - Das Herkunftswörterbuch
Immunität
immun»unempfänglich gegenüber Krankheitserregern; unempfindlich; nicht zu beeindrucken; unter dem Rechtsschutz der Immunität stehend (von Abgeordneten und Diplomaten)«: Das Adjektiv wurde im 18. Jh. aus lat. im-munis »frei; unberührt, rein« (eigentlich: »frei von Leistungen«) entlehnt. Über weitere Zusammenhänge vgl. 2↑ "in...", ↑ "In..." und ↑ "Kommune". Das dazugehörige Substantiv Immunität (aus lat. immunitas »Freisein ‹von Leistungen›«) ist schon Anfang des 18. Jh.s bezeugt, in den modernen, dem Adjektiv entsprechenden Bedeutungen aber erst seit dem 19. Jh. Im politisch-rechtlichen Sinne bezeichnet es einmal den persönlichen Rechtsschutz der Parlamentarier vor strafrechtlicher Verfolgung, zum anderen auch die Befreiung der Diplomaten von der Gerichtsbarkeit des Gastlandes. – Eine junge Neubildung zu »immun« ist das Verb immunisieren »unempfänglich machen für Krankheiten (z. B. durch Impfung)«.
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