Duden - Das Herkunftswörterbuch
Betroffenheit
treffen:Das altgerm. Verb mhd. treffen, ahd. trefan, mniederl. drepen, aengl. drepan, aisl. drepa bedeutete ursprünglich »schlagen, stoßen« und ist im germ. Sprachbereich mit der Sippe von got. ga-draban »aushauen« verwandt. Außergerm. ist verwandt die slaw. Sippe von russ. drobit᾿ »zerstückeln«, russ. drob᾿ »Bruch‹teil›; Schrot«. – Der substantivierte Infinitiv Treffen in der Bedeutung »kleines Gefecht« – im Anschluss an die alte Bedeutung von »treffen« »dem Feind begegnen, ein Gefecht liefern« – ist seit dem 15. Jh. bezeugt (beachte die übertragen gebrauchte Wendung »ins Treffen führen« »als Beweis anführen«); die Verwendung im Sinne von »Begegnung, Zusammenkunft« kam in der 1. Hälfte des 20. Jh.s auf. – Abl. : Treffer »Schuss, der trifft; Gewinnlos« (16. Jh.); trefflich »vorzüglich, ausgezeichnet« (15. Jh.; für mhd. treffe‹n›lich). Zus. : Treffpunkt »Versammlungsplatz« (18. Jh.). Präfixbildungen und Zusammensetzungen: betreffen »ertappen, überraschen« (16. Jh.), beachte das 2. Partizip betroffen »unangenehm berührt, betreten« (18. Jh.), dazu Betroffenheit; eintreffen »ankommen, in Erfüllung gehen« (16. Jh.); übertreffen »besser sein« (mhd. übertreffen, ahd. ubartreffan), dazu unübertroffen »nicht besser vorhanden« (19. Jh.) und unübertrefflich »nicht besser möglich« (2. Hälfte des 18. Jh.s); zutreffen »einer Sache gemäß sein« (16. Jh.), dazu zutreffend »angemessen, richtig« (adjektivisch gebrauchtes 1. Partizip). Siehe auch den Artikel ↑ "vortrefflich".
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