Duden ‒ Das große Wörterbuch der deutschen Sprache
Ohnmacht
Ohn|macht, die; -, -en [unter Anlehnung an »ohne« zu mittelhochdeutsch, althochdeutsch āmaht, zu mittelhochdeutsch, althochdeutsch ā- = fort, weg und ↑ "Macht"]:1. vorübergehende Bewusstlosigkeit; das Ohnmächtigsein:
eine tiefe, schwere Ohnmacht;
eine plötzliche Ohnmacht befiel, überkam ihn;
mir wurde schwarz vor den Augen, und ich fühlte mich einer Ohnmacht nahe;
aus der Ohnmacht erwachen;
in tiefer Ohnmacht liegen;
in Ohnmacht fallen, sinken (ohnmächtig werden);
sie neigt zu plötzlichen Ohnmachten;
aus einer Ohnmacht in die andere fallen (umgangssprachlich scherzhaft; sich ständig aufs Neue entsetzen [und sehr aufgebracht sein]).
2. Schwäche, Machtlosigkeit, Unmöglichkeit zu handeln:
die politische, wirtschaftliche Ohnmacht eines Landes;
er erkannte seine Ohnmacht gegenüber dem Staat;
die Ewige Stadt, mehr Tempel, Kirchen und Paläste als Wohnhäuser, und doch, in Verfall und Ohnmacht, die Hauptstadt der Welt (Fest, Im Gegenlicht 315);
es spiegeln sich in der Kleinfamilie des Lastwagenfahrers Kurt weitverbreitete Einstellungen, Haltungen, Ohnmachten (MM 12. 9. 79, 33).
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