Duden ‒ Das große Wörterbuch der deutschen Sprache
Floh
Floh, der; -[e]s, Flöhe:1. [mittelhochdeutsch vlō(ch), althochdeutsch flōh; schon früh an ↑ "fliehen" angelehnt im Sinne von »schnell entkommendes Tier«, wahrscheinlich aber verhüllend Entstellung oder Abwandlung des ursprünglichen Tiernamens] sehr kleines, flügelloses, blutsaugendes Insekt, das sehr gut springen kann und auf Vögeln, Säugetieren und Menschen schmarotzt:
der Floh hüpft, springt;
einen Floh fangen;
Flöhe knacken;
der Hund hat Flöhe;
von einem Floh gebissen werden;
Die Flöhe bissen an diesem Tag besonders heftig, und auch die Läuse gierten nach Blut und quälten ihn mit unerträglichem Jucken (F. Berger, Geliebte, o. S.);
R es ist schlimmer, [einen Sack (voll)] Flöhe zu hüten (↑ "Sack" [1 a]);
jemandem einen Floh ins Ohr setzen (umgangssprachlich; jemandem einen Gedanken, einen Wunsch eingeben, der diesen dann nicht mehr ruhen lässt: Meine Mutter hat mir … den Floh ins Ohr gesetzt, dass ich ihm (= Hannawald) ähnlich sehe [Petersen, Resonanz 120]);
die Flöhe husten/niesen hören (umgangssprachlich spöttisch; schon aus den kleinsten Veränderungen etwas für die Zukunft erkennen wollen).
2. [vielleicht nach einem Vergleich des schnellen Ausgebens von Geldmünzen mit dem Weghüpfen der Flöhe] (salopp) Geld:
keine Flöhe mehr haben;
Je größer der Gewinn ist, umso mehr halten sie ihre Flöhe zusammen (Hörzu 42, 1975, 20).
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