Duden ‒ Das große Wörterbuch der deutschen Sprache
Bude
Bu|de, die; -, -n [mittelhochdeutsch buode, zu ↑ "bauen"]:1. a) Marktbude, Kiosk:
Buden aufschlagen;
auf dem Jahrmarkt gab es viele Buden;
an Buden wurden Würstchen verkauft;
b) Baubude:
die Bauarbeiter frühstücken in der Bude.
2. (umgangssprachlich)
a) (abwertend) Haus, das in einem verkommenen, baufälligen Zustand ist:
diese Bude ist abbruchreif;
b) Wohnung, Heim, Stube, möbliertes Zimmer:
eine teure, sturmfreie Bude;
Leben in die Bude bringen (für Unterhaltung und Stimmung sorgen);
Dort habe ich auch im Heim geschlafen, in einer Massenunterkunft, sechs Mann auf der Bude (Klee, Pennbrüder 52);
Das (= Studenten) waren die Einzigen, mit denen ich auch auf die Bude ging (Christiane, Zoo 277);
jemandem fällt die Bude auf den Kopf (umgangssprachlich; jemand hält es in seiner Wohnung nicht mehr aus);
die Bude auf den Kopf stellen (umgangssprachlich; ausgelassen sein, feiern);
eine Bude machen (Fußballjargon; ein Tor schießen);
jemandem die Bude einlaufen/einrennen (umgangssprachlich; jemanden ständig mit dem gleichen Anliegen aufsuchen);
jemandem auf die Bude rücken (umgangssprachlich: 1. jemanden, mit dem man etwas zu bereinigen hat, in seiner Wohnung aufsuchen. 2. jemanden unaufgefordert besuchen).
3. (umgangssprachlich abwertend) Laden, Lokal, Büro o. Ä.:
die Polizei hat ihm die Bude zugemacht;
Weil es bei der Eröffnung des … Nachtklubs … Freibier gab, war die Bude bald so gerammelt voll, dass … (Hörzu 43, 1976, 18);
Mittag (= am Mittag) macht er (= Postvorsteher) die Bude dicht (Danella, Hotel 356).
4. (besonders Fußball) Tor:
eine Bude machen (ein Tor schießen).
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