Duden ‒ Das große Wörterbuch der deutschen Sprache
abwerfen
ạb|wer|fen :1. a) aus der Höhe herabfallen lassen, herunterwerfen:
Bomben, Flugblätter, Ballast abwerfen;
b) (etwas Lästiges) von sich werfen:
seinen Mantel, die Bettdecke abwerfen;
das Pferd warf die Reiterin ab;
Ü Zwänge abwerfen;
Er kam aus dem Gemeinschaftsbad zurück, warf den Morgenrock ab (Erné, Kellerkneipe 240);
c) (Kartenspiele) (eine Karte, Farbe) ablegen:
eine Farbe, den König abwerfen;
d) sich von etwas Bedrückendem befreien:
das Joch der Sklaverei, eine Bürde abwerfen.
2. a) (Sport) herunterstoßen:
beim Hochsprung die Latte abwerfen;
b) (Fußball) (vom Torwart) den Ball ins Spielfeld werfen:
der Torwart wirft ab;
c) (Schlag-, Völkerball) einen Gegenspieler durch einen Wurf mit dem Ball treffen und so ausschalten;
d) (Leichtathletik) (den Speer, Diskus oder Hammer) mit Schwung des Körpers aus der Hand schnellen lassen;
e) (Turnen) den Körper mit Schwung aus dem Stütz in den Hang oder aus dem Handstand in den Stand bringen:
in den Stand abwerfen.
3. [ursprünglich von Früchten, die ein Obstbaum zur Erde wirft] (finanziell, als Ertrag) einbringen:
Gewinne abwerfen;
Es dauert eben seine Zeit, bis so eine Seidenraupenzucht etwas abwirft (Zeller, Amen 10);
Vater, der … dahinter gekommen war, dass ihm der Konservatismus mehr abwarf und ihn besser kleidete als revolutionärer Sozialismus (Harig, Weh dem 88).
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