Duden - Das Stilwörterbuch
Wesen
das:1. charakterliche Eigenart: sein Wesen gewinnt ihm viel Sympathie; ihr Wesen blieb ihm fremd; sein ganzes Wesen strahlt Freude, Zuversicht aus; sie hat ein freundliches, ansprechendes, sonniges, [un]angenehmes, aufdringliches Wesen; er hat ein einnehmendes Wesen (er ist sympathisch; scherzh. auch: er nimmt alles, was für ihn erreichbar ist); sein wahres Wesen zeigte er nie; das entspricht nicht seinem Wesen; ihrem Wesen nach ist sie scheu und zurückhaltend; sie ist von liebenswürdigem Wesen.
2. das Kennzeichnende einer Sache, Erscheinung: er will das Wesen der Dinge ergründen, nach dem Wesen der Dinge forschen; das liegt im Wesen, gehört zum Wesen der Demokratie, der Kunst.
3.
a) Lebewesen: fantastische, irdische, körperliche, übernatürliche Wesen; das höchste Wesen (Gott); der Mensch ist ein geselliges, vernunftbegabtes Wesen; der Wähler, das unbekannte Wesen; weit und breit war kein menschliches Wesen (kein Mensch) zu sehen;
b) Mensch: sie ist ein freundliches, liebes, zartes, ängstliches, stilles Wesen; das arme Wesen wusste nicht aus noch ein; das kleine Wesen (das Kind) weinte still vor sich hin; auf der Treppe begegnete mir ein weibliches Wesen (ugs. ; eine Frau).
viel Wesens/kein Wesen [aus, um, von etw.] machen (einer Sache [keine] große Bedeutung beimessen)
sein Wesen treiben (sich herumtreiben, Unfug treiben): er hat lange Zeit in unserer Stadt sein Wesen getrieben
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