Duden - Das Stilwörterbuch
schieben
1.a) schiebend [fort]bewegen: einen Karren, den Kinderwagen, den Einkaufswagen schieben; er musste das Fahrrad, das Auto schieben; er ließ sich von uns schieben; du musst fester, kräftiger schieben;
b) schiebend [fort]bewegen: etw. nach oben, nach hinten, in die Mitte, zur Seite schieben; das Brot in den Backofen, die schwere Kiste über den Flur schieben; den Stuhl an den Tisch, den Schrank in die Ecke schieben; er schob den Hut in den Nacken; die Hände in die Taschen schieben (stecken); sie hat den Riegel vor die Tür geschoben; er schob den Ball ins Tor (Jargon Fußball; beförderte ihn sanft ins Tor); er schob sich durch die Menge, durch das Gewühl der Passagiere; eine Kaltfront schiebt sich über Mitteleuropa; eine dunkle Wolke schob sich vor die Sonne;
Ü er schob alles von sich (ugs. ; wälzte alles ab); sie schiebt (ugs. ; verschiebt) alles von einem Tag auf den anderen; sich in den Vordergrund zu schieben versuchen; der Läufer schob sich (Jargon; setzte sich) an die Spitze des Feldes, auf den zweiten Platz, nach vorn; sie muss immer geschoben werden (ugs. ; tut nichts von sich aus);
c) jmdn. , etw. für etw. verantwortlich machen: er schiebt die Schuld, seine Fehler gern auf andere; sie schoben die Verzögerung auf das schlechte Wetter.
2. (salopp) [mit etw.] illegal handeln:
a) <[mit etw.] schieben> er hat in der Nachkriegszeit [viel] geschoben; er schiebt mit Zigaretten, mit Kaffee;
b) Waren, Gelder schieben.
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