Hermann Paul - Deutsches Wörterbuch
umtreiben
(mhd. )1 ›im Kreis herumtreiben, umhertreiben‹: ein Rad, einen Kreisel umtreiben; Wolken, von dem Winde umgetrieben (Luther); übertragen
1.1 lasset euch nicht mit mancherlei und fremden Lehren umtreiben (Luther); Schöngeister, die ihren abgestumpften Witz bei dieser letzten Instanz noch umtreiben (Schiller); heute vor allem
1.2 ›mit Unruhe, Sorge, Angst erfüllen‹ die von unsaubern Geistern umgetrieben wurden (Luther);
2 reflexiv ›umherstreifen‹ hat er schon eine Stunde sich im Garten umgetrieben (Wieland).
Umtrieb (17. Jahrhundert) veraltet zu umtreiben(1) Umtrieb eines Rades; übertragen zu umtreiben(1.1) Umtrieb des Geldes, einer Ware, etwas in Umtrieb setzen (A075 Johann Wolfgang von Goethe, Wanderjahre 24,303,16); daß das Bergwerk wieder in Umtrieb kommen soll (A075 Johann Wolfgang von Goethe, Brief vom 26.3.79); bei dem schnellen Umtriebe der Welt (A075 Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen); seine dringenden Anregungen brachten mein ruhiges, künstlerisch beschauliches Wesen in Umtrieb(A075 Johann Wolfgang von Goethe, Dichtung und Wahrheit 28,267,27); ⇓ "S172" auch ›heimliche Machenschaften, Ränke‹ (1650 Moscherosch; L059 DWb), besonders in der zum ⇓ "S192" Schlagwort gewordenen Verbindung demagogische Umtriebe, womit seitens der preußischen Regierung die reformerisch-revolutionären Bestrebungen besonders der Burschenschaften bezeichnet wurden (1819 bei E.T.A.Hoffmann und Görres; L059 DWb, L181 Otto Ladendorf).
(mhd. )1 ›im Kreis herumtreiben, umhertreiben‹: ein Rad, einen Kreisel umtreiben; Wolken, von dem Winde umgetrieben (Luther); übertragen
1.1 lasset euch nicht mit mancherlei und fremden Lehren umtreiben (Luther); Schöngeister, die ihren abgestumpften Witz bei dieser letzten Instanz noch umtreiben (Schiller); heute vor allem
1.2 ›mit Unruhe, Sorge, Angst erfüllen‹ die von unsaubern Geistern umgetrieben wurden (Luther);
2 reflexiv ›umherstreifen‹ hat er schon eine Stunde sich im Garten umgetrieben (Wieland).
Umtrieb (17. Jahrhundert) veraltet zu umtreiben(1) Umtrieb eines Rades; übertragen zu umtreiben(1.1) Umtrieb des Geldes, einer Ware, etwas in Umtrieb setzen (A075 Johann Wolfgang von Goethe, Wanderjahre 24,303,16); daß das Bergwerk wieder in Umtrieb kommen soll (A075 Johann Wolfgang von Goethe, Brief vom 26.3.79); bei dem schnellen Umtriebe der Welt (A075 Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen); seine dringenden Anregungen brachten mein ruhiges, künstlerisch beschauliches Wesen in Umtrieb(A075 Johann Wolfgang von Goethe, Dichtung und Wahrheit 28,267,27); ⇓ "S172" auch ›heimliche Machenschaften, Ränke‹ (1650 Moscherosch; L059 DWb), besonders in der zum ⇓ "S192" Schlagwort gewordenen Verbindung demagogische Umtriebe, womit seitens der preußischen Regierung die reformerisch-revolutionären Bestrebungen besonders der Burschenschaften bezeichnet wurden (1819 bei E.T.A.Hoffmann und Görres; L059 DWb, L181 Otto Ladendorf).