Hermann Paul - Deutsches Wörterbuch
mißlich
got. missaleiks, ahd. mis(si)lih, mhd. mis(se)lich; zunächst und bis zum 16. Jahrhundert ohne Wertung1 ›verschiedenartig‹: darumb soll man speisen miszliche speisz(Paracelsus; L059 DWb), danach seit dem Mittelhochdeutschen
2 Bezeichnung für etwas, von dem man noch nicht weiß, ob es gut oder schlecht wird, bis ins 19. Jahrhundert: so ist die heirath eines jungen mädchens mit einem bejahrten manne immer mißlich, und doch habe ich sie recht gut ausschlagen sehen (Goethe; L059 DWb); seit dem Frühneuhochdeutschen ⇓ "S029" verengt zu der jetzigen Bedeutung
3 ›unerwünscht, unangenehm‹: etwas halbgutes oder gleichsamgutes in den wissenschaften anzunehmen, ist mißlich und hat mancherlei üble folgen (Klopstock; L059 DWb).
got. missaleiks, ahd. mis(si)lih, mhd. mis(se)lich; zunächst und bis zum 16. Jahrhundert ohne Wertung1 ›verschiedenartig‹: darumb soll man speisen miszliche speisz(Paracelsus; L059 DWb), danach seit dem Mittelhochdeutschen
2 Bezeichnung für etwas, von dem man noch nicht weiß, ob es gut oder schlecht wird, bis ins 19. Jahrhundert: so ist die heirath eines jungen mädchens mit einem bejahrten manne immer mißlich, und doch habe ich sie recht gut ausschlagen sehen (Goethe; L059 DWb); seit dem Frühneuhochdeutschen ⇓ "S029" verengt zu der jetzigen Bedeutung
3 ›unerwünscht, unangenehm‹: etwas halbgutes oder gleichsamgutes in den wissenschaften anzunehmen, ist mißlich und hat mancherlei üble folgen (Klopstock; L059 DWb).