Hermann Paul - Deutsches Wörterbuch
Mappe
15. Jahrhundert < mittellat. mappa (mundi)1Landkarte‹ (vgl. J. L.L078 Johann Leonhard Frisch), dazu mappiereneine Landkarte entwerfen‹ (Jean Paul), dann
2steifer Umschlag von Landkarten‹, daher seit dem 18. Jahrhundert
3feste Hülle für lose Blätter‹, z. B. zur Aufbewahrung von Zeugnissen u.ä., sowie
4kleinere flache Aktentasche‹, zumeist aus Leder (↑ "Akte"; vgl. L066 Jürgen Eichhoff, Karte 3–46); dazu Schreibmappe, Schulmappe, Zeichenmappe (L059 DWb), (vgl. L171 Paul Kretschmer 449ff.); als ›Schülerbehältnis für Stifte u.ä.Federmappe, landschaftlich auch Federmäpple, Mäpple, Federtasche, Federmäppchen, Federpennal, "Pennal" (↑ "Pennäler"), "Etui" und Griffelmappe (↑ "Griffel"), vgl. L066 Jürgen Eichhoff, Karte 3–32.
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