Hermann Paul - Deutsches Wörterbuch
Gaumen
ahd. goumo, mhd. goum(e); verwandt mit ↑ "gähnen"; Nebenform Gaum bis ins 19. Jahrhundert (A075 Johann Wolfgang von Goethe, Brief vom 8.6.16); ›obere Wölbung des Mundraumes‹, als Sprechorgan Von dem Geflüster blieb nur der stete Tropfen am Gaumen der Höhle, nasser Beschlag am stimmlos klaffenden Rachen (B.A248 Botho Strauß, Erinnerung 15); Gaumenlaut, Gaumensegel; ferner der Gaumen als Geschmacksorgan, dazu Gaumenfreude,Gaumenkitzel »das angenehme Gefühl, welches der Genuß wohlschmeckender Speisen und Getranke erregt« (L033 Joachim Heinrich Campe), seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts (Fischart; L059 DWb).
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