Hermann Paul - Deutsches Wörterbuch
Folter
um 1400 föltrit, wohl mit Anlehnung an "Fohlen" < griech.-lat. poledrus ›Folter(pferdchen)‹; zunächst1 das Werkzeug, mit dem gefoltert wird:
Einen auf die Folter spannen (L308 Kaspar Stieler), redensartlich übertragen ›neugierig machen‹ (18. Jahrhundert); daneben
2 »peinigung« (L105 Georg Henisch), abgeblaßt »ein hoher Grad der Schmerzen, der Angst« (L004 Johann Christoph Adelung): ich soll noch länger / auf dieser folter der erwartung liegen (Schiller; L059 DWb); dazu um 1400
foltern (vgl. L046 DRWbund L320 Trübner).
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