Hermann Paul - Deutsches Wörterbuch
Ferse
ahd. fers(a)na, mhd. versen (got. faírzna), indogermanisch (altind. paršni-, griech. ptérna, lat. perna ›Hinterkeule‹), besonders süddeutsch ›Hacke, Hacken‹ (L066 Jürgen Eichhoff, Karte 3); auf das Gehen bezogen im Sinne von ›(ver)folgen‹ in zahlreichen Wendungen, z. B.: ereilende schrecken / hefteten sich an die ferse der flucht (Klopstock; L059 DWb), immer glaubt herr Klotz mir auf den fersen zu sein (Lessing; L059 DWb).Fersengeld in der scherzhaften Wendung
⊚ Fersengeld geben ›fliehen‹ (von dem Bild ›die Sohlen zeigen‹); schon mhd. / mittelniederdt. versengelt (L046 DRWb3,503 und L019 Wilhelm Borchardt 138), wohl zu ↑ "Färse" im Sinne von ›Kuhgeld‹, da früh im Zusammenhang mit der Ehescheidung.
ahd. fers(a)na, mhd. versen (got. faírzna), indogermanisch (altind. paršni-, griech. ptérna, lat. perna ›Hinterkeule‹), besonders süddeutsch ›Hacke, Hacken‹ (L066 Jürgen Eichhoff, Karte 3); auf das Gehen bezogen im Sinne von ›(ver)folgen‹ in zahlreichen Wendungen, z. B.: ereilende schrecken / hefteten sich an die ferse der flucht (Klopstock; L059 DWb), immer glaubt herr Klotz mir auf den fersen zu sein (Lessing; L059 DWb).Fersengeld in der scherzhaften Wendung
⊚ Fersengeld geben ›fliehen‹ (von dem Bild ›die Sohlen zeigen‹); schon mhd. / mittelniederdt. versengelt (L046 DRWb3,503 und L019 Wilhelm Borchardt 138), wohl zu ↑ "Färse" im Sinne von ›Kuhgeld‹, da früh im Zusammenhang mit der Ehescheidung.